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Makramee-Knotenknüpfen lernen, Knoten für Knoten
KnotenAktualisiert am 2 Min. Lesezeit

Beerenknoten

Der Beerenknoten sieht aufwendig aus, ist aber nur eine kurze Kette aus Kreuzknoten, die du nach oben zu einer kleinen Kugel rollst. Er ist beliebt als Schmuck an Blumenampeln und Wandbehängen.

Im Englischen heißt er Berry Knot, im Deutschen hat sich die wörtliche Übersetzung Beerenknoten eingebürgert. Er besteht aus nichts anderem als drei oder vier Kreuzknoten mit einem Kniff am Ende. Deshalb ist er ein gutes Übungsstück, sobald der Kreuzknoten sitzt.

Was du brauchst

Vier Fäden, wie für jeden Kreuzknoten: zwei Arbeitsfäden außen, zwei Füllfäden innen. Das Garn sollte eher dick und gedreht sein. Mit 4 oder 5 mm entsteht eine deutlich sichtbare Kugel, bei 2 mm wird sie so klein, dass sie kaum auffällt. Sehr weiches, einfach gedrehtes Garn funktioniert auch, die Kugel wird aber flacher.

Schritt für Schritt

  1. Knüpfe einen Kreuzknoten und lass darunter etwa einen Zentimeter frei.
  2. Knüpfe nun drei bis vier Kreuzknoten dicht untereinander. Das ist die Kette, die später zur Kugel wird.
  3. Nimm die beiden Füllfäden und führe sie nach oben über die kleine Kette.
  4. Steck sie zwischen den beiden Füllfäden hindurch, und zwar genau oberhalb des ersten Knotens der Kette – in den Freiraum, den du in Schritt 1 gelassen hast. Die Füllfäden laufen dabei von vorn nach hinten.
  5. Zieh die Füllfäden hinten nach unten. Die Kette rollt sich dabei nach oben ein und wölbt sich zur Kugel.
  6. Knüpfe direkt unter der Kugel einen festen Kreuzknoten. Er hält die Beere in Form.
Beerenknoten in mehreren Arbeitsschritten: von der kurzen Kreuzknoten-Kette bis zur fertigen Kugel.
Beerenknoten in mehreren Arbeitsschritten: von der kurzen Kreuzknoten-Kette bis zur fertigen Kugel. Foto: Stilfehler, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.
Tipp

Die Kugel sieht runder aus, wenn du die Füllfäden nicht mit einem Ruck, sondern langsam und gleichmäßig ziehst und die Kette dabei mit zwei Fingern von vorn in Form drückst.

Wie groß wird die Beere?

Das hängt von zwei Dingen ab: der Garnstärke und der Zahl der Kreuzknoten in der Kette. Drei Knoten ergeben eine kleine, feste Beere, fünf eine größere, lockere. Mehr als fünf Knoten lohnen sich kaum, weil die Kugel dann nicht mehr rund, sondern wurstförmig wird.

Wo Beerenknoten hingehören

  • Blumenampeln: als kleine Kugeln in den Armen, kurz über dem Topf.
  • Wandbehänge: in den Lücken versetzter Kreuzknoten, als plastischer Akzent.
  • Girlanden: mehrere Beeren an einer langen Kordel, vielleicht mit einer Perle dazwischen.
  • Anhänger: eine einzelne Beere über den Fransen eines Schlüsselanhängers.
Aufgepasst

Häufiger Fehler: Die Füllfäden werden unterhalb des ersten Knotens eingefädelt statt oberhalb. Dann rollt sich nichts ein, und die Fäden hängen nur quer über der Kette. Lass den Freiraum in Schritt 1 lieber etwas größer.

Beeren im Muster

Setzt du mehrere Beeren nebeneinander in eine Reihe, wirkt die Arbeit sofort räumlicher. Damit sie gleich groß werden, knüpfst du immer dieselbe Zahl an Kreuzknoten und ziehst mit ähnlicher Kraft. Ein fertiger Wandbehang mit drei, vier Beeren in der Mitte bekommt dadurch einen klaren Blickpunkt. Und an einer Blumenampel sitzen sie traditionell dort, wo die Arme in das Netz um den Topf übergehen.

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