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Makramee-Knotenknüpfen lernen, Knoten für Knoten
KnotenAktualisiert am 2 Min. Lesezeit

Wickelknoten

Der Wickelknoten hält viele Fäden zusammen, ohne dass man einen einzigen Knoten sieht. Er sitzt oben an fast jeder Blumenampel, unten an jeder Quaste und gibt einer Arbeit einen ordentlichen Abschluss.

Streng genommen ist der Wickelknoten eine Wicklung mit einem versteckten Anfang und einem versteckten Ende. Im Englischen heißt er Gathering Knot oder Wrapping Knot. Man braucht dafür einen zusätzlichen Faden, der um das Bündel gewickelt wird. Das Ergebnis ist ein glatter Ring aus gleichmäßigen Windungen.

Wofür man ihn braucht

  • Kopf einer Blumenampel: Alle Fäden hängen durch einen Ring und werden direkt darunter zusammengefasst.
  • Unteres Ende einer Blumenampel: Nach dem Netz um den Topf werden alle Fäden wieder gebündelt, darunter hängt die Quaste.
  • Quasten: Ein Bündel wird in der Mitte gefaltet und unter der Faltstelle umwickelt.
  • Übergänge: Mitten in einer Arbeit fasst er Fäden zusammen, bevor sie wieder auseinanderlaufen.
HolzringWickelknotenKreuzknoten-Kettenversetzte KnotenWickelknoten
Bei der Blumenampel sitzt oben und unten je ein Wickelknoten. Eigene Zeichnung.

Schritt für Schritt

  1. Schneide einen Wickelfaden zu. Für ein Bündel aus acht Fäden in 4 mm reichen meist 80 cm.
  2. Leg das eine Ende als lange, schmale Schlaufe nach unten auf das Bündel. Die Schlaufe zeigt nach unten, das kurze Ende ragt oben heraus.
  3. Beginne oben, knapp unter dem oberen Ende der Schlaufe, und wickle den langen Teil des Fadens straff und Windung neben Windung nach unten um Bündel und Schlaufe.
  4. Hör auf, wenn nur noch die Spitze der Schlaufe unten herausschaut. Stecke das lange Ende durch diese Schlaufe.
  5. Zieh nun am kurzen Ende, das oben herausragt. Die Schlaufe wandert mit dem eingefädelten Ende unter die Wicklung.
  6. Zieh so weit, bis die Kreuzung ungefähr in der Mitte der Wicklung liegt. Dann schneide beide Enden knapp ab.
Tipp

Schneide die Enden mit einer wirklich scharfen Schere ab und schiebe die Schnittkanten mit der Scherenspitze unter die Wicklung. So sieht man später gar nichts mehr davon.

Wie viele Windungen?

Das bestimmt vor allem die Optik. Zu wenige Windungen halten nicht sicher, zu viele wirken klobig. Bei Blumenampeln sieht eine Wicklung von etwa zwei bis vier Zentimetern Höhe stimmig aus. Wichtig ist, dass die Windungen dicht und ohne Lücken nebeneinander liegen. Wenn eine Windung über eine andere rutscht, wickle lieber die letzten Runden noch einmal neu.

Farbe als Gestaltungsmittel

Der Wickelfaden muss nicht aus demselben Garn bestehen wie die Arbeit. Ein dünneres Garn ergibt eine feinere Wicklung, ein farbiger Faden einen Akzent. Manche arbeiten zwei Farben hintereinander: erst einige Windungen in der einen Farbe, dann den Faden wechseln. Dafür beginnt die zweite Farbe mit einer neuen Schlaufe, während das Ende der ersten Farbe darunter verschwindet.

Aufgepasst

Häufiger Fehler: Die Schlaufe ist zu kurz und rutscht beim Wickeln unter die Windungen. Dann gibt es keine Schlaufe mehr zum Einfädeln. Lass sie lieber großzügig lang und halte sie mit dem Daumen fest.

Eine Variante ohne Einzieh-Schlaufe

Für schnelle Quasten kann man den Wickelfaden auch einfach verknoten: ein paar Windungen, dann die beiden Enden mit einem kräftigen Überhandknoten verbinden und in der Quaste verschwinden lassen. Das hält, sieht aber weniger ordentlich aus. Für eine Blumenampel, die jahrelang eine schwere Pflanze trägt, lohnt sich die klassische Methode.

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